Ausbau der Gesundheitsstation in Mbuyuni

Verbesserung der Mutter-Kind-Versorgung und Seuchenvorsorge

Bestandsaufnahme im Juli 2017

Die kleine Ortschaft Mbuyuni abseits vom Highway 'in der Pampa'. Wir erreichen die Gesundheitsstation nach 5 km ‚Hoppel Poppel Piste‘. Eigentlich ist das keine große Entfernung. Aber während der Regenzeit ist diese Straße oft nicht passierbar. Öffentliche Verkehrsmittel nach Mbuyuni Dorf gibt es aber ohnehin  nicht. Man läuft oder bezahlt für einen Boda Boda Transport (Moped). Die Gegend ist karg. Menschen und Tiere leiden unter einer, auch durch den Klimawandel, spürbaren steigenden Trockenheit.

Die kleine Gesundheitsstation versorgt etwa 2500 Menschen, die meisten davon gehören zum Stamm der Masaai. Mbuyuni ist eine der ältesten Gesundheitseinrichtungen im Landkreis und in vergleichsweise gepflegtem Zustand. Man sieht, dass die beiden Krankenschwestern bemüht sind, das Beste aus den kargen Ressourcen zu machen. Als wir unangekündigt ankommen ist in der Station schon einiges los.

Unser Ziel ist mit angepassten Maßnahmen, die hygienischen (Arbeits-) Bedingungen und damit insbesondere die Mutter-Kind Versorgung zu verbessern. Die Einrichtung in verfügt über vier kleine Räume, in der die Basisgesundheitsversorgung einschließlich Entbindungen stattfindet. Es ist aufgeräumt und sauber. Die Medikamente sind übersichtlich und ordentlich in einem großen Schrank verstaut. Insgesamt ist natürlich alles sehr eng und es gibt kein fließendes Wasser. Generell ist die Wasserversorgung ein großes Problem. Es existiert zwar ein gemauerter Tank, der ist jedoch schon alt, zu klein und baufällig. Die Regenrinnen zum Sammeln von Regenwasser sind kaputt. Aktuell wird daher Wasser per Tankwagen vom Dorf herangeschafft.

Von den zwei Patiententoiletten ist nur eine benutzbar (aus gutem Grund vermeide ich den Gang dorthin). Die Krankenschwestern nutzen die private Toilette in einem nahe angrenzenden Wohnhaus.

Wie können wir am besten, angepasst und effizient dieser kleinen Einrichtung unter die Arme greifen?

Angesichts der Tatsache, dass das Gebäude in vergleichsweise gutem baulichem Zustand ist, sollte angebaut werden. Mit zwei zusätzlichen Räumen kann relativ einfach mehr Platz für die Mutter-Kind Versorgung geschaffen werden. Eine eigene Dusche und Toilette für die schwangeren Frauen ist vorgesehen. Ein 5000 Liter Wassertank sowie die Renovation des Daches mit Reparatur der Regenrinnen kann die Wasserversorgung sicherstellen. Das Toilettenhäuschen sollte in Stand gesetzt ggfs. neu gebaut werden.

Treffen mit Gesundheitskommittee und Bürgermeister im Oktober 2017

Gleich zu Beginn fuhren wir nach Mbuyuni, um nochmals den Umfang und die Angemessenheit der geplanten Unterstützung zu prüfen sowie ein offizielles Treffen mit den Partnern in Mbuyuni abzuhalten. Der Ausbau könnte im Sommer beginnen und bis Herbst 2018 fertig gestellt sein, sofern die nötigen Mittel da sind. Die Erfahrung in Makuyuni hat gezeigt, dass Aktivitäten unglaublich schnell voran gehen können. Es kommt eigentlich nur darauf an, dass Rechnungen pünktlich gezahlt werden. Die Tansanier vertrauen uns ‚Mzungus‘ in dieser Hinsicht oftmals mehr als ihren eigenen Leuten, die häufiger mit dem Bezahlen in Verzug geraten.

UPDATE August 2018

Mit erneuter finanzieller Unterstützung des HMWVEL (Heessisches Ministerium, Wiesbaden) konnten wir den Ausbau im Juli 2018 starten. Die offizielle Eröffnung des Gebäudes ist für November 2018 geplant :-)