Verbesserung der Hygiene & Seuchenvorsorge

Training des Gesundheitspersonals im Monduli Distrikt

Seit der Ebola Epidemie 2014/2015 bleibt die Seuchenvorsorge ein brandaktuelles Thema, betont Regina Meißner, die während des Ebola-Ausbruchs in Westafrika gearbeitet hat. „Das Erschreckende war doch, dass mehr Menschen an den Umständen z.B. wegen verlassener Gesundheitseinrichtungen und fehlenden Personals nicht behandelt wurden und gestorben sind, als durch Ebola selbst. Die ohnehin schwache Gesundheitsversorgung war zusammengebrochen und selbst sonst gut behandelbare Krankheiten wurden den Menschen damals zum Verhängnis.“ Aber auch die regelmäßig sich wiederholenden Choleraausbrüche in Tansania stellen Gesundheitseinrichtungen und -personal immer wieder vor Herausforderungen.

Seit 2017 führt Tandia zusammen mit der Gesundheitsbehörde in Monduli Seuchenvorsorge Trainings durch und schult dabei Gesundheitarbeiter aus den verschiedenen Gesundheitseinrichtungen des Distrikts mehere Tage lang zu Infektionsprävention und Hygiene. Schwerpunkte sind, wie geht man mit ansteckenden Krankheiten um, wie können sich die Gesundheitsarbeiter davor schützen und welche wichtigen Maßnahmen im Falle einer Epidemie sind zu ergreifen.

Im Distrikt Monduli kommt es immer wieder zu Ausbrüchen von Cholera und Milzbrand und die aktuelle Ebola-Epidemie, der im Nachbarland, der Demokratischen Republik Kongo bereits mehr als 500 Menschen zum Opfer fielen, ist natürlich auch in Tansania ein Thema. Landesweit sind deshalb alle Regionen von der tansanischen Regierung angehalten, ihre Gesundheitsmitarbeiter speziell zum Thema Ebola fortzubilden. Basisgesundheitseinrichtungen stehen im Falle einer Epidemie in vorderster Linie, denn dort suchen Erkrankte in der Regel zuerst Hilfe. Damit eine Epidemie rechtzeitig erkannt, eingedämmt und Menschenleben gerettet werden können, müssen genau diese Einrichtungen in ihrer Resilienz gestärkt werden.

Neben der Mutter-Kind-Gesundheit wird die Seuchenvorsorge für unser Engagement in Tansania auch langfristig eine wichtige Rolle spielen.

Exkurs: Ebola in Westafrika

Schwache Gesundheitssysteme brechen bei Gesundheitskatastrophen wie einer Epidemie  rasch zusammen. In Westafrika z.B. sind während der Ebola Epidemie 2014/2015 mehr Menschen wegen als durch Ebola gestorben. Deshalb wird in unseren Projekten in Tansania neben der Mutter-Kind-Gesundheit die Pandemievorsorge eine Rolle spielen. Tansania ist Grenzland zu Uganda, wo Ebola schon häufiger aufgetreten ist.

Zur Pandemievorsorge gehört, dass für Gesundheitsarbeiter Schutzkleidung und Desinfektionsmittel vorhanden sind, um sich nicht anzustecken. Auch für andere Krankheiten wie z.B. Cholera reduziert Schutzkleidung und Hygiene das Ansteckungsrisiko.

Regina Meißner hat während der Ebola Epidemie in Westafrika als Krankenschwester und Public Health Expertin gearbeitet. In einem Interview hat sie ihre Erfahrungen geschildert.
https://www.giz.de/de/downloads/giz2015-de-nahdran-02-2015-ebola.pdf