Wasserversorgung

"Wasser ist das Blut der Erde"   Leonardo da Vinci

Je weiter weg man sich von der Ostküste Tansanias in Richtung ländlich gelegener Dörfer bewegt, desto dürftiger wird auch die Wasserversorgung des Landes. Täglich müssen die Frauen teilweise mehrere Stunden laufen, nur um Wasser von einer entfernten Wasserstelle zu besorgen. Über viele Kilometer werden hierbei die schweren Eimer auf dem Kopf balancierend in Richtung Dorf getragen.

Aber nicht nur für den privaten Gebrauch, wie zum Kochen und Waschen, ist das Wasser knapp. Insbesondere für öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser ist das Fehlen sanitärer Anlagen ein Problem, was eine Quelle infektiöser Erkrankungen bildet. Krankheit wiederum macht arm und Armut bildet die Grundlage für weitere Krankheiten. Der Klimawandel und das starke Bevölkerungswachstum verschlimmern diese Situation dabei noch zusätzlich. Immer häufiher kommt es zu gravierenden Wasserengpässen mit daraus folgenden Verteilungskonflikten und Unruhen.

Gerade für die großen Städte arbeitet die tansanische Regierung mittlerweile an diversen Projekten zur Sicherung der Wasserversorgung, wie z.B. Leitungen zu entfernten Seen zu legen, unterirdische Wasserreservoire anzuzapfen (mit bisher ungewissem Ausgang für den Grundwasserspiegel) sowie Entsalzungsanlagen zu bauen. Auf der Strecke bleiben hierbei jedoch häufig ländliche Regionen. In den letzten 10 Jahren hat sich der Zugang der ländlichen Bevölkerung zu Trinkwasser nicht sonderlich verändert. Während in städtischen Regionen bereits dreiviertel der Bevölkerung einen Zugang zu verbesserten Wasserquellen hat, so sind es in ländlichen Gebieten nicht einmal 50%.

Es gilt im Allgemeinen drei Hauptproblempunkte zu bekämpfen: die Entfernung zur Wasserstelle, die ungenügende Anzahl an Wasserstellen und die Qualität des Trinkwassers. Allen drei Punkten kann mit dem Anschluss der Dörfer an die Trinkwasserleitungen, zuerst für die Gesundheitsstationen und Schulen, später auch für die Haushalte, Abhilfe geleistet werden.

 

 

Hier setzt auch die Arbeit von Tandia-Förderung von Gesundheit und Bildung in Tansania e.V. an. Wir möchten beitragen, dass sowohl Gesundheit als auch Bildung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen, besonders aber für Frauen und Kinder in strukturschwachen Gebieten, sich verbessert. Wenn es um Gesundheit geht, spielt Wasser eine entscheidende Rolle. Unsauberes Wasser verursacht häufig Durchfallerkrankungen und auch die Cholera bricht immer wieder aus, vor allem kleinere Kinder können leicht daran sterben.

Wasserzugang und Toilettenbau haben deshalb bei von uns unterstützten Strukturmaßnahmen Priorität. So wurde für die Gesundheitsstationen in Makuyuni und Mbuyuni als Erstes eine verlässliche Wasserversorgung durch Wassertanks sicher gestellt. 

 

Quellen: http://www.swsd.or.tz/home/, www.tansania-information.de